Spiel-dich-schön

30. August 2008

Deshalb… - Spiel mit Opfern

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 19:01

spiel Warum wird immer wieder vergessen, dass es sich hier um eine
> völkerrechtlich illegale Terrorgruppe handelt, die sich sowenig an
> irgendwelche Chartas hält wie sie dran gebunden werden kann, nicht um
> einen souveränen Staat?
…weil das vollkommen unerheblich ist für die Art und Weise, in der
ein souveräner Staat auf eine solche Bedrohung reagieren darf. Die
Irregularität des Gegners hebt die Verpflichtung des regulären
Militärs nicht auf, sich an die Spielregeln (Genf, Haager
Landkriegsordnung) zu halten.
“Die machen dies”, also “dürfen wir das” ist kein Argument und erst
recht kein Freibrief, zumal diesbezüglich auf allen Seiten gelogen
und über- oder untertrieben wird, wenns ins eigene Konzept passt.
Das ist einer der Unterschiede zwischen Zivilisation und Barbarei.
Wem das nicht gefällt und wer sich auf die Seite der Barbarei stellen
will (wie z.B. Nevis, Kolbenfresse, Erez

Tatsachen - Spiel mit Opfern

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 03:06

spielAuch das entspricht so nicht den Tatsachen. Die Gründung des Staates
> > hat für die Menschen, die damals das heutige Israel bewohnten, nicht
> > bloß bedeutet, dass sie möglicherweise gegen ihren Willen umziehen
> > mussten,
>
> Du meinst: Daß sie vertrieben wurden, wie die Albaner im Kosovo?
Nein. (Und das mit “den Albanern im Kosovo” ist auch nicht wirklich
so
einfach.) Die Juden haben das Land von den Landbesitzern gekauft,
die ihre Vasallen dann “entlassen” haben. Eine andere Möglichkeit,
das Land zu erwerben, bestand nicht. Die Vertreibungen sind nicht den
Juden anzulasten.
> Dann sag das doch auch und verwende nicht Euphemismen…
>
> > sondern sie wurden damit aus einer brutalen
> > Feudalknechtschaft mittelalterlichen Charakters befreit.
>
> Damals auch schon nicht mehr. Wir sprechen hier von den 40ern.
Ja. Vgl. dazu, zum anfangs genannten Punkt und zu weiteren vielleicht
mal http://www.hirhome.com/israel/pal_mov3.htm - eine Quelle, die
ihren historischen Abriss der Gründung Israels unter anderem anhand
des Werks eines dezidierten Antizionisten verifiziert.
[…]
> Wenn du schon mal in der Region gewesen wärst, wüßtest du, daß
> mittlerweile Ägypten fast so große Flächen neu bewässert, wie ganz
> Israel ist…
Wundert das irgendjemanden?
> > was zur Folge hatte, dass sich immer mehr
> > Araber in der Umgebung, v.a. dem heutigen Restpalästina, niederließen
> > um von dem neuen Wohlstand zu profitieren.
>
> Wenn du dich in der Region auskennen würdest, wüßtest du, daß der
> palästinensische Wohlstand der 80er und 90er […]
Meine Aussage bezog sich auf die Zeit davor.
> > Was dem an Leid und
> > Zerstörung seitdem in der Region folgte, hätte ohne den schon lange
> > vor israelischer Staatsgründung dort existierenden, fanatischen,
> > militanten, antijüdischen Islamismus nicht stattfinden müssen.
>
> Nein, weil wenn sich die Palästinenser widerstandslos enteignen
> hätten lassen, hätten die Israelis nicht kämpfen müssen (um deren
> Land zu bekommen). Das hätte den Israelis eine Menge KOsten und Zores
> erspart.
> Logisch, zugegeben.
S.o.
d. d.

27. August 2008

das spiel - Kultur der Angst

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 14:08

> …. Bürotürme halte ich für einen ökonomisch-ökologischen Unsinn!
>
> Ich finde auch, EU und USA sollten ihre Agrarsuvventionen einstellen
> und eine soziale Grundsicherung und Mindestlöhne einführen!
>
> Dann empfinde ich die völlig irrsinnige Überschuldung des Landes als
> ein Problem …
>
> Ich demonstriere auch gegen Nazis und finde die “Karl

Korrektur - Spiel mit Opfern

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 06:05

spiel > Die Gründung des Staates
> > hat für die Menschen, die damals das heutige Israel bewohnten, nicht
> > bloß bedeutet, dass sie möglicherweise gegen ihren Willen umziehen
> > mussten, sondern sie wurden damit aus einer brutalen
> > Feudalknechtschaft mittelalterlichen Charakters befreit.
>
> bin etwas überrascht.
> nicht über den euphemismus, “möglicherweise gegen seinen willen
> umziehen” zu müssen.
Das war ungeschickt formuliert…
> sondern darüber, daß ich gezwungen bin, meine auf jahrelangen
> leseproben beruhende einschätzung des autors korrigieren zu müssen.
Hm. Inwiefern? Weil ich versuche, auf der Basis dessen, was ich zum
Nahost-Thema denke sagen zu können, zumindest hin und wieder gegen
den m.E. unerträglichen, ahistorischen und antihumanitären Mainstream
antiisraelischer Hetze in diesen Foren, die zudem zur massiven
Verharmlosung des islamistischen Faschismus tendiert, einen
Kontrapunkt zu setzen?
(Zum diskutierten Punkt: was auch immer vom Herrn Gil-White in
anderer Hinsicht zu halten sein mag, seine Ausführungen zum
Nahost-Thema scheinen mir recht plausibel zu sein, hierzu passend
etwa http://www.hirhome.com/israel/pal_mov3.htm)
Gruß,
d. d.

26. August 2008

Optimierung - Das große Spiel

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 23:05

>
> Also ich denke ja schon, das es mehr als genügend mathematische
> “Beweise” oder Modelle gibt, um alles mögliche zu beweisen. Wer sich
> für Wirtschaft und Staat interessiert, dem empfehle ich die Bücher
> von Friedrich Breyer. Von einem Myles gibt es sehr mathematisches
> Werk “Public Finance”, das z.B. verschiedene Optimalitätskriterien im
> Steuerbereich aufzeigt.
>
> Die Politiker sollten diese Bücher aber auch mal lesen..
>
> >> zyklenfreien Wirtschaft,
> Zyklen entstehen ja z.B. durch Fehleinschätzungen, so z.B.
> Internet-Hype vor 3 Jahren, als das Internet und die Möglichkeiten
> überschätzt wurden. Wer besser prognostizieren kann als andere, hat
> sicherlich gute Berufschancen.
>
> >> einer halbwegs gerechten Gesellschaft
> Grenzpreis = Grenzprodukt: Du wirst so entlohnt, wie Du den Nutzen
> der Mitglieder der Gesellschaft mehrst, sie Breyer.
>
> >> zur Schonung der Ökologie für Künftige
> Wenn eine Chemie-Fabrik die Umwelt verschmutzt, ist das ein negativer
> externer Effekt, der entsprechend, also hoch besteuert werden sollte
> (Pigou-Steuer). Siehe Breyer.
>
> Wenn Dir die Ideen und Antworten, die z.B. in den oben genannten
> Büchern stehen, alle lächerlich erscheinen, solltest Du schnellstens
> die Volkswirtschaftslehre vorwärts bringen. Ich denke, das es da eine
> Menge zu tun gibt, und Du kannst Dir auch gerne einen “Nobel”-Preis
> ins Regal stellen.
>
Ich habe Breyer nicht gelesen, erkenne aber nichts, dem ich
widersprechen wuerde. Ich habe lediglich gesagt, dass es nicht
moeglich ist, die Funktionsfaehigkeit eines komplexen Systems zu
mathematisch zu beweisen, wenn es so umfassend sein soll, dass es
Begriffe wie Gerechtigkeit, Oekologie und Zyklenfreiheit
beruecksichtigt und positiv abbildet. Und Zyklenfreiheit kann man
schon deshalb nicht mathematisch abbilden, weil wirtschaftliche
Dynamik, und somit Zyklen, eben zu einem sich selbst steuernden
System gehoeren.
Du musst ja auch bereits das Spielfeld einschrenken, in dem Du als
Assumtion definierst: Gerechtigkeit = anteiliger Grenznutzen. Diese
Definition wuerde mein Vorposter sicher nicht aktzeptieren.
Das Problem mit oekonometrischen Modellen ist m.E., dass sie fuer die
oeffentliche politische Diskussion recht ungeeignet sind. Sie sind
eher wertvoll fuer die Feinsteuerung, sobald es einen Grundkonsens
darueber gibt, welche Eingangsvariablen aufgenommen werden sollen
oder auf welche Zielgroessen Modelle oekonomisch optimiert werden
sollen.

Unrecht - Spiel mit Opfern

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 12:03

spielschichte verwandelt jedes Unrecht ( so es eines war ) in Recht!
> “Normative Kraft des Faktischen!
Nein, zum obersten Prinzip lisse dieses sich keinesfalls erheben.
Unrecht bleibt prinzipiell Unrecht. Vor allem die *Schwere* eines
Unrechts ist hier aber zu berücksichtigen und daraus ergibt sich
Unrecht, das auch einer “normativen Kraft des Faktischen” weichen
kann.
> Egal ob “gekauft” oder rabiat nachgeholfen wurde, 1948 wurde ein
> Status erreicht der bis 1967 anhielt.
Jedes subjektiv erlittene Unrecht kann nicht der Mass der Dinge sein.
Und der Revisionismus, die Existenz Israels anzweifelnd, hängt sich
an einer Unzahl von vor allem eingebildetem Unrecht, aber auch an
masslos überhöhtem Unrecht, auf.
Die Forderungen, die daraus erwachsen sind selbst in hohem Masse
ungerecht und Unrecht.
Daher werde sie - in geradezu “angemessener Weise” - auch von den
fanatischsten, menschenverachtensten Organisationen und Menschen
erhoben.
> Zeit genügend sich mit der
> Niederlage zu arrangieren und stat von Umkehrung in Lagern träumend
> die Zukunft aufzubauen.
All die Zeit wurde als Zukunft leidiglich ein fanatischer Plan für
ein “Palästina” geschaffen, der aber nichts weiter als ein
Feigenblatt für einen totalen Angriff ist.
> Die arbischen “Brüder” verweigerte aber staatliche Gleichberechtigung
> sondern konservierten den Lagerstaus!
Sie hätten die Flüchtlinge aufnehmen können. Aber man entschloss
sich, eine Speerspitze gegen Israel heranzuziehen. Der Westen hat da
bedingungslos mitgemacht - und schlimmer noch - er hat den Prozess
massgeblich vorangetrieben und im Wesentlichen gestaltet.
Diese Akteure sind für das Schicksal der “Palästinenser”
verantwortlich zu machen.

24. August 2008

Notwehr… - Spiel mit Opfern

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:02

>
> > Wer Mord als Unrecht ansieht, darf nicht
> > selber morden.
>
> Unter Umständen steht im Einzelfall aber noch die Frage davor, ob
> zwei Tötungen Mord sind, oder ob nicht die erste Tötung als Mord, die
> zweite als Notwehr anzusehen wäre.
…entbindet bekanntlich nicht von der Verhältnismäßigkeit (wenn wir
schon das Strafrecht anwenden wollen).

22. August 2008

Feudalherrschaft - Spiel mit Opfern

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 05:03

spiel.. Die Juden haben das Land von den Landbesitzern gekauft,
> > die ihre Vasallen dann “entlassen” haben. Eine andere Möglichkeit,
> > das Land zu erwerben, bestand nicht. Die Vertreibungen sind nicht den
> > Juden anzulasten.
> …
> Das ist rassistisch-kolonialistische Denke.
Das ist nicht nachvollziehbar, aber ein starker Vorwurf.
Die “kolonialistische Denke” bzw. der Feudalismus (der als Begriff
durchaus auch für nicht-euröpäische Länder zutreffend ist) der
Gutsherren verfügte über die Besitzungen. Diese darfst du ja
anprangern, nicht aber die Käufer oder diejenigen, die diesen Kauf
rechtmässig finden…
> …. von absenten
> osmanischen Grossgrundbesitzern gekauft wurde, deren Besitz-
> ansprueche oft windig waren und vor allem deshalb akzeptiert
> wurden, weil diese Typen verkaufswillig waren.
Soll das die Gültigkeit des Kaufes in Frage stellen?
> Die Vertreibungder Felahin, der arabischen Kleinbauern, die
> meist schon seit vielen Generationen dort lebten, wurde dann
> von den oertlichen Behoerden, das heisst, erst der osmanischen
> Polizei, dann der britischen Kolonialmacht, vorgenommen.
Das waren doch eine Art von Leibeigenen, diese “arabischen
Kleinbauern”. Mit denen konnten die Feudalherr wohl weitgehend
machen, was sie wollten. Dass sich die Behörden zu Handlangern der
letzteren machten, ist doch wohl logisch. Das “Vertreibung” zu nennen
ist irreführend, ebenso wie dein Begriff “Kleinbauer”, weil er
Autonomie impliziert. Dies ist hier keineswegs der Fall gewesen.
Noch nie was über das Osmanische Reich gehört? Vorsicht übrigens - da
war jede Menge Geschichtsschönung seitens der Briten am Werk…
(Kolonial- und Feudalherren unter sich)
> Die Presse der zwanziger Jahren, auch und gerade die juedische
> in Europa, hat darueber uebrigens ausfuehrlich berichtet. Auch
> sozialistische und andere linke zionistische Stroemungen und
> Gruppen in Palaestina, die sich um einen sozialen und politischen
> Schulterschluss mit den arabischen Untertanen des britischen
> Kolonialismus bemuehten, haben diese Praktiken, die zu Spannungen
> und Unruhen fuehrten, ausfuehrlich dargestellt und leidenschaftlich
> kritisiert.
Inwieweit aber stützt dies deine obige Sicht der Dinge?
> Was Du betreibst, ist Geschichtsfaelschung.
Da habe ich so das Gefühl, dass das eine masslose Uebertreibung d.d.
gegenüber ist.
> …. Von Feudalismus kann man nicht einmal im
> osmanischen Reich sprechen. Feudalismus gab es im europaeischen
> Mittelalter. Und seit 1916 kontrollierten die britischen
> Kolonialherrscher das Land. Sicher waren die Lebensbedingungen
> der Landbevoelkerung vormodern und recht hart.
s.o. Wie würdest du das denn nennen?
Und
übrigens: ist dir der Begriff “Dhimmitum” klar und was damals
unter “vormodernem” Minderheitenschutz lief?
> Die “Befreiung”
> sah aber so aus, dass die Menschen ihre Haeuser und ihre Arbeit
> verloren. Wer sich wehrte, wurde auch noch von seiner Freiheit
> oder seinem Leben befreit. Undankbare Leute, dass sie das nicht
> toll fanden.
“Arbeit” im “vormodernem Sinn” war schlicht und ergreifend Sklaverei.
Ich vermute mal, du beschreibst Revolten, die blutig von den
Feudalherren samt der Kolonialverwaltung niedergeschlagen wurden.
> ….. dass die
> zionistische Besiedelung grosse Zahlen arabischer Paechter und
> Kleinbauern besitz-, arbeits- und heimatlos machte, in Zusammen-
> wirken von lokalen und absenten Oberschichten und Profiteuren
> und Machthabern mit den kaufkraeftigen Siedlern, die sich in
> dieser Zeit nicht mit Vertreibungen die Finger schmutzig machten.
Den letzteren kannst du das nicht anlasten. Sie auch nicht moralisch
in die Pflicht nehmen, wie ich meine.
> Uebrigens wird das Geschichtswerk von Weinstock da in einer
> Weise “kreativ zitiert”, die in einem historischen Seminar
> wohl zur Zurueckweisung einer solchen Arbeit fuehren wuerde.
Wenn es aber die wesentlichen Punkte sind….?
Wenn du recht hast, müsste die Kritik “vorbeigehen” und die
wesentlichen Punkte müssten dann die Interpretation von G-W in ein
fahles Licht tauchen.
> …
> Und auch die Propaganda mit “aus einer Wueste ein bluehendes
> Land” ist mit Vorsicht zu geniessen. Grosse Teile der hoch
> wasserintensiven, mechanisierten und chemisierten israelischen
> Landwirtschaft sind alles andere als nachhaltig. In aehnlicher
> Weise haben im uebrigen alle kolonialen Rassisten ihre Vorrechte
> gegenueber “den Wilden” abzuleiten versucht.
In Israel wird/ist doch kein landwirtschaftlicher Raubbau betrieben
(worden)?
Versteppungen und Verwüstungen müssten doch hier besonders schnell
gehen und trotzdem scheint dies da unten kein Problem zu sein… Nie
von gehört.
Uebrigens ist auch folgender Artikel von G-W zu Weinstock lesenswert:
http://www.hirhome.com/israel/about_face.htm

21. August 2008

Entgleisung - Spiel mit Opfern

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 17:06

>spiel > Du meinst: Daß sie vertrieben wurden, wie die Albaner im Kosovo?
> Nein. (Und das mit “den Albanern im Kosovo” ist auch nicht wirklich
> so einfach.) Die Juden haben das Land von den Landbesitzern gekauft,
> die ihre Vasallen dann “entlassen” haben. Eine andere Möglichkeit,
> das Land zu erwerben, bestand nicht. Die Vertreibungen sind nicht den
> Juden anzulasten.
Die Siedler in Amerika haben das Land auch oft von korrumpierten
Haeuptlingen und Regierungen gekauft. Dass die Indianer vertrieben
wurden, ist also nicht den Weissen anzulasten.
Das ist rassistisch-kolonialistische Denke. In der Tat war es
so, dass schon vor dem 1. Weltkrieg, und verschaerft unter dem
britischen “Treuhandgebiet” Palaestina Land von absenten
osmanischen Grossgrundbesitzern gekauft wurde, deren Besitz-
ansprueche oft windig waren und vor allem deshalb akzeptiert
wurden, weil diese Typen verkaufswillig waren.
Die Vertreibungder Felahin, der arabischen Kleinbauern, die
meist schon seit vielen Generationen dort lebten, wurde dann
von den oertlichen Behoerden, das heisst, erst der osmanischen
Polizei, dann der britischen Kolonialmacht, vorgenommen.
Die Presse der zwanziger Jahren, auch und gerade die juedische
in Europa, hat darueber uebrigens ausfuehrlich berichtet. Auch
sozialistische und andere linke zionistische Stroemungen und
Gruppen in Palaestina, die sich um einen sozialen und politischen
Schulterschluss mit den arabischen Untertanen des britischen
Kolonialismus bemuehten, haben diese Praktiken, die zu Spannungen
und Unruhen fuehrten, ausfuehrlich dargestellt und leidenschaftlich
kritisiert.
Was Du betreibst, ist Geschichtsfaelschung.
..
> > > sondern sie wurden damit aus einer brutalen
> > > Feudalknechtschaft mittelalterlichen Charakters befreit.
Das ist Geschwaetz. Von Feudalismus kann man nicht einmal im
osmanischen Reich sprechen. Feudalismus gab es im europaeischen
Mittelalter. Und seit 1916 kontrollierten die britischen
Kolonialherrscher das Land. Sicher waren die Lebensbedingungen
der Landbevoelkerung vormodern und recht hart. Die “Befreiung”
sah aber so aus, dass die Menschen ihre Haeuser und ihre Arbeit
verloren. Wer sich wehrte, wurde auch noch von seiner Freiheit
oder seinem Leben befreit. Undankbare Leute, dass sie das nicht
toll fanden.
..
> Ja. Vgl. dazu, zum anfangs genannten Punkt und zu weiteren vielleicht
> mal http://www.hirhome.com/israel/pal_mov3.htm - eine Quelle, die
> ihren historischen Abriss der Gründung Israels unter anderem anhand
> des Werks eines dezidierten Antizionisten verifiziert.
Verifiziert ist ein starkes Wort, und hier umso mehr fehl am Platze.
Da wird sich wortreich um die Tatsache herumgewunden, dass die
zionistische Besiedelung grosse Zahlen arabischer Paechter und
Kleinbauern besitz-, arbeits- und heimatlos machte, in Zusammen-
wirken von lokalen und absenten Oberschichten und Profiteuren
und Machthabern mit den kaufkraeftigen Siedlern, die sich in
dieser Zeit nicht mit Vertreibungen die Finger schmutzig machten.
Uebrigens wird das Geschichtswerk von Weinstock da in einer
Weise “kreativ zitiert”, die in einem historischen Seminar
wohl zur Zurueckweisung einer solchen Arbeit fuehren wuerde.
..
> > > Araber in der Umgebung, v.a. dem heutigen Restpalästina, niederließen
> > > um von dem neuen Wohlstand zu profitieren.
Auch da ist wieder viel Geschichtsklitterung. Zwischen 1900 und
1940 haben alle Staedte im Nahen Osten und generell im Mittel-
meerraum ein starkes Wachstum ueberwiegend durch Landflucht
erlebt. Die Bevoelkerungsentwicklung im britischen “Mandatsgebiet”
unterschied sich da in keiner Weise uebermaessig. Gewiss hat
groessere Kaufkraft der europaeischen Einwanderer besonders
in den Staedten auch Arbeitskraefte angezogen. Daraus ein
besonderes Verdienst der Siedler oder gar einen Anspruch
auf Vertreibung der einheimischen Menschen abzuleiten, ist
aber absurd.
Und auch die Propaganda mit “aus einer Wueste ein bluehendes
Land” ist mit Vorsicht zu geniessen. Grosse Teile der hoch
wasserintensiven, mechanisierten und chemisierten israelischen
Landwirtschaft sind alles andere als nachhaltig. In aehnlicher
Weise haben im uebrigen alle kolonialen Rassisten ihre Vorrechte
gegenueber “den Wilden” abzuleiten versucht.
Als Fazit: die Menschen, wie immer sie dahin gekommen sind,
und egal ob Israelis oder Palaestinenser, Juden, Christen
oder Moslems, leben da, und muessen miteinander zurechtkommen.
Weder Fingerzeigen noch rassistisch-koloniale Ueberheblichkeit
sind da von Nutzen, so wenig wie islamistischer Fanatismus.
a^2

Halte ich… - Spiel mir ein Lied

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 03:02

spiel

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