Spiel-dich-schön

30. April 2008

zu Anmerkungen I II - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 14:02

spielr Krieg ist praktisch unvermeidlich. Im ihn zu verhindern, bräuchte
>
es jetzt schon eine Revolution, in den USA. Bush hat sich praktisch
> selbst jeden Handlungsspielraum verbaut. Wenn er sich jetzt
> zurückzieht, wird er bei der nächst besten Gelegenheit von den
> sozialen Gruppierungen, die ihn bis jetzt unterstützen, gelyncht.
In der WDR-Debatte “hart aber fair” vom 29. Januar wurde erwähnt, daß
im Wall Street Journal eine Anzeige von Bushs Wahlkampffinanziers
erschien, in der es hieß: “We want our money back. Stop the war!” Wie
paßt das zu Deiner Lynch-Vorhersage?
Und was einen möglichen Gesichtsverlust Bushs im Falle des Ausfalles
seines Krieges angeht, hatte ich mich schon geäußert:
http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1

29. April 2008

Arschkriecher - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 20:05

ind-verbraucher-tipps-schutz/6387/welche-staaten-sind-aus-sicht-der-deutschen-olympia-tauglich/”>spiel ist das jetzt die neue , teutonische Weltsicht ..
>
> - sozusagen der Enddarm des Dschidabblju von innen -
>
> oder was versucht Du uns zu vermitteln ??
Ich hab das hier in den letzten Tagen oft zu lesen bekommen. Es
berührt mich wenig, lässt aber die Schlußfolgerungen zu, dass viele
offensichtlich nicht begreifen wollen (oder Gefallen daran haben),
dass die von Schrder erzwungene Totenstarre der deutschen
Außenpolitik Konsequenzen haben wird, die über das Geschehen im Irak
weit hinausgehen werden.
Da fragt man sich immer in hohen moralischen Tönen, wie hat es 1914
so weit kommen können, wie hat es 1933, 1939 so weit kommen können,
warum hat niemand eingegriffen. Ich sehe mich heute an der Seite
derer, die damals ein Gespür hatten für das, was kommen könnte, und
ihr seid auf der Seite derer, die sich darüber keine Gedanken machen,
denen ein politischer Krieg ganz recht kommt, die sich beweisen
wollen, was für Helden sie sind, die die Welt erneut, und dumm wie eh
und je, an deutscher Besserwisserei genesen lassen wollen.
Die Welt möchte das aber nicht. Osteuropa hat sich nicht von der
sowjetischen Bevormundung befreit, um einen Kalten Krieg gegen den
Westen an Seite des deutschen Großkanzlers zu führen. Dieser dagegen
hat mit seiner kranken Politik den Amerikanern Tür und Tor geöffnet,
sie sind politisch tief in die EU eingebrochen. Sie brauchten nur
noch hinzugehen und eine Regierung nach der anderen aufzusammeln;
keine davon optiert für die Politik des neuen Wilhelms, alle optieren
für die Amerikaner. Ich hätte es gerne gesehen, wenn eine rationale,
starke europäische Position aufgebaut worden wäre, innerhalb derer
man den amerikanischen Ansprüchen die unseren mit Aussicht auf
Wirkung hätte entgegensetzen können. Schroder hat das alles ruiniert.
Ihr kommt vermutlich nicht klar mit unserer Position als Gemeinwesen
im internationalen Kontext. Wir können einflußreich sein, aber wir
sind nicht der Big Boss, nach typisch deutschem “Alles oder nichts”
hat niemand ein Bedürfnis, ausser euch. Das meine ich mit der neuen,
eklen Deutschnationalität, die insbesondere in der sogenannten linken
Szene um sich greift.
Die Bedrohung Europas liegt zur Zeit im Herzen Europas. Das hatten
wir schon, ich will das nicht, ihr aber seid stolz darauf. Die im
binären verhaftete deutsche Denke ist zum Kotzen. Lieber lass ich
mich von Idioten einen Arschkriecher nennen als zu unterstützen, dass
für nichts und wieder nichts ein völlig überflüssiger, in erster
Linie uns selber schadender Konflikt vom Zaun gebrochen wird.
Ich kann es nicht verhindern, leider. Aber es ist mir ein Bedürfnis
zu äussern, dass ich dagegen bin, reihenweise Partner vor den Kopf zu
stossen und Deutschland aus seiner Bindung im Westen
hinauszukatapultieren. Alles weitere findest du in meinen vorherigen
Beiträgen.

Deswegen - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 11:02

>
> unabhaengig von deinen philosophischen erlaeuterungen zum
> “recht des staerkeren” (bedenke: recht hat der staerkere, nicht
> der der sagt er sei der staerkere…):
Hast du irgendwelche Zweifel daran, das die USA “der Stärkere”
*sind*?
Die behaupten also nur, dass sie eine Menge Bomber, Soldaten, Raketen
und was es sonst noch so an vorzüglichen Gewaltmitteln gibt, haben?
Interessant.
> > Wenn das arabische Öl versiegt, aus welchen Gründen auch immer,
> > bircht nicht nur die amerikanische sondern gleich die ganze
> > Weltwirtschaft zusammen.
>
> naja, unsere jedenfalls nicht. 3% des oels das wir hier
> verbrauchen kommt ausm nahen osten (sagt tagesschau.de).
> ein verzicht waere wohl keine katastrophe.
Diese Region hat nach wie vor die größten nachgewiesenen Reserven.
Und Staatsmänner denken durchaus an die Zukunft, meinst du nicht
auch?
> und die einzigen die hier ihre versorgung etwas bedroht sehen
> (vermutlich nicht ganz zu unrecht, wegen der launen der saudis)
> sind die amerikaner. (und vielleicht noch ein paar
> unbedeutende andere)
Du bezweifelst wirklich ernsthaft, dass die Amis nicht schon längst
(also ungefähr seit da Öl gefördert wird) alles unter Kontrolle
haben?
Dass da nur zum Spaß zigtausend Soldaten stationiert sind, die
nötigenfalls die saudischen Ölquellen sofort besetzen?
Nein, den amerikanischen Bedürfnissen drohen dort keine wirklichen
Gefahren.
Sie werden trotzdem die gesamte Region neu ordnen, um auch das letzte
bischen Widerstandspotential zu erledigen. Verlass dich drauf!
> bis denn!
> martin
cu
Exxos

Au weia - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 06:02

>spielmartin brinkmann schrieb am 7. Februar 2003 16:15
>
>
> > > Exxos schrieb am 7. Februar 2003 15:23
> > >
> > > unabhaengig von deinen philosophischen erlaeuterungen zum
> > > “recht des staerkeren” (bedenke: recht hat der staerkere, nicht
> > > der der sagt er sei der staerkere…):
> >
> > Hast du irgendwelche Zweifel daran, das die USA “der Stärkere”
> > *sind*?
>
> denk mal etwas genauer nach.
Warum sollte ich über Tatsachen nachdenken?
Wenn du eine andere Art von “Stärke” meinst, also nicht die, die auf
dieser Welt nun mal zählt (=Geld und Gewaltmittel), dann schimpfe ich
dich einen Träumer und Idealisten. Mit Moralismus erreichst du leider
überhaupt nicht nichts.
> bis denn!
> martin
>
> aber ich vermute, du bist eh nur daran interessiert hier platte
> propaganda fuer “die neue weltordnung” abzusondern, wie deine
> kollegen eoa, unruh und wie sie alle heissen. da hab ich keine lust
> drauf. ich gebe zu, es war ein fehler dir ueberhaupt zu antworten.
Propaganda für die neue Weltordnung??
Das tut weh. Ich nehme fast an, du *willst* mich missverstehen.
Ich bin kein Freund des Nationalstaats, so viel solltest du meinen
Beiträgen schon entnommen haben. Ich ergreife für niemanden Partei
und denke, kurz zusammengefasst, dass die Menschheit ohne Staaten und
dem von ihnen eingerichteten Kapitalismus wesentlich besser bedient
wäre.
Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was EoA und DU so
propagieren.
Wie kommst du also darauf, ich würde mit denen sympathisieren?
Nur weil ich sage, dass die USA machen was sie wollen? Das ist nun
mal eine Tatsache, aber kein Schicksal.
Das einzige was den Imperialismus stoppen kann, ist ein Volk, das
keines mehr sein will. Wie sehen deine Rezepte aus?
ciao
Exxos
PS: sorry dicker, der war noch nötig ;)

28. April 2008

Ist es so einfach? - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 18:34

spielchst mal: vom Schröderschen Pazifismus halte ich nichts, der ist
unglaubwürdig. Trotzdem ist mal wieder in Erinnerung zu rufen, daß
Krieg noch nie etwas positives gebracht hat. Das einzig sichere bei
einem Krieg ist, daß Menschen sterben - das ist alles.
Bei der Diskussion stehen sich zwei Argumentationsketten gegenüber,
die ansich keine Berührungspunkte haben: berechtigte Sorge vor dem
Krieg einerseits - berechtigte Sorge um die wirtschaftlichen
Beziehungen zur USA andererseits. Sicherlich ist es für die BRD
besser, gute Kontakte zur USA zu haben.
Zum Streit gehören aber immer zwei - und der Schröderschen
Ungeschicklichkeit seinen Antiamerikanischen Wahlkampf nicht zuvor
mit der Bush-Administration abgesprochen zu haben (für
Wahl”versprechen” haben die Verständnis), steht die nicht minder
große amerikanische gegenüber, die meint, mit gezielten Beleidigungen
Diplomatie ersetzen zu können.
Es wäre m.E. an der Zeit, daß Schröder (in Verbindung mit Chirac) die
diplomatische Initiative ergreift und aus seinen harten NEIN ein
weiches macht. China ist bestimmt bereit, bei entsprechenden Zusagen,
die Situation im Sicherheitsrat zu entspannen…

27. April 2008

Die 0,9 % … - Spiel mit dem Hunger?

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 21:01

>Auf dem Etikett muss, wenn im Produkt nicht mehr als 0,9 Prozent
>genverändertes Material enthalten sind, stehen: “Dieses Produkt
enthält >genetisch veränderte Organismen” oder “… hergestellt aus
genetisch >verändertem (veränderter) (Name des Organismus)”.
Das ist so nicht richtig.
Richtig ist, daß sich die 0,9% auf jede Zutat bezogen ist.
Außerdem:
Diese Schwellenwerte gelten für solche GVOs, die in der EU bereits
zugelassen sind. Für GVO-Pflanzen, die in der EU noch nicht
zugelassen sind, jedoch von den wissenschaftlichen Gremien als sicher
eingestuft wurden, sinkt der Schwellenwert auf 0,5%. Diese Regelung
ist auf drei Jahre befristet. Danach sind für nicht zugelassene GVOs
keine Beimischungen erlaubt.
Aber wirklich interessant ist:
Abkehr vom Nachweisprinzip. Bei der Kennzeichnung wird das derzeitige
Nachweisprinzip aufgegeben. Nicht mehr der Nachweis eines GVOs im
Endprodukt löst eine Kennzeichnungspflicht aus, sondern jede GVO-
Anwendung im Verlauf des Herstellungsprozesses.
Damit fällt das Ganze auf die Nase!
Wer in seinem Prozess also nicht angibt GVOs zu benutzen hat kein
Problem.
Aber auch das Nachweisprinzip ist bei der 0,9%-Schwelle für einzelne
Zutaten (auch für Minorbestandteile) nicht zu halten, da man bei
Pflanzenprodukten (nicht die ganze Pflanze mit DNA) wie z.B. dem Öl
keine Unterschiede zwischen GVOs und Nicht-GVOs bestimmen können
wird.
Mal sehen, wie das wirklich dann umgesetzt wird, stehen ja genug
Interessen dahinter…
Gruß,
Andreas
Link zu dem Thema:
http://www.transgen.de/

Konkret - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 12:01

spiel > Hausfrauenpolitik, gemacht vom Spasskanzla.
>
> …was konkret würdest Du machen ??
Ein paar Regeln beachten.
Unterschätze deine Gegner nicht, auf welchem Gebiet auch immer, in
welchem Konflikt auch immer.
Leg dich nicht fest, so lange du nicht weißt, was Sache ist.
Überschätze nicht deine Möglichkeiten.
Beachte, was dein Handeln auslöst bei anderen, von denen du mehr
abhängst als sie von dir.
Differenziere.
Und schieß dir nicht in den Fuß!
Unser famoser Kanzler hat, sehr zum Leidwesen zum Beispiel des
Aussenministers, von all dem anscheinend nie gehört.
> - Als Ernstkanzla, der von ca. 80% seiner Landsleute - auch Haufrauen
> darunter - weiss, dass sie DIESE Tour der Amerikanischen Regierung
> NICHT mitmachen wollen.
Woher weiß er das denn? Aus Antworten auf Fragen wie “Wollen Sie,
dass Bagdad in eine nukleare Wüste verwandelt wird?”
> Mit TOUR meine ich nicht nur den Krieg, sondern auch den Umgang mit
> “Freunden”..nicht zu verwechseln mit Vasallen…
Verneble meinetwegen anderen, aber bitte nicht dir selbst die Sicht
durch unzutreffende Wortwahl. Auch so eine Regel. Vasallen waren wir
nie, und Freunde - na ja, das machen andere europäische Staaten
geschickter, ihrem großen Freund ihre Ansicht nahe zu bringen.
Typisch für die deutsche Diskussion ist die grosse Vergesslichkeit.
Im November haben alle gefürchtet, die Amerikaner ziehen alleine los
und stürzen die bestehende internationale Ordnungstruktur in’s Chaos.
Stattdessen haben sie sich bereit erklärt, erst einmal die UN zum
Zuge kommen zu lassen. Anders Deutschland: das hat zwar immer den
Primat der UN gefordert, zieht aber durch Schuders Nibelungennein so
blank gegen den Sicherheitsrat, wie man es aus unserem Land den
Amerikanern immer vorwirft.
Wir haben nichts zu gewinnen. Es ist unser Glück, dass die anderen,
USA, UK, China, Russland, Frankreich, den Wert der UN besser
begreifen als unser Kanzler. Sie werden, so hoffe ich, uns auf die
eine oder andere Art noch abholen, es ist nicht in deren Interesse,
dass wir bestenfalls bedeutungslos, eher aber als dauernder
unkonstruktiver Störfaktor am Rande stehen.
Den Elenden in Kalkutta, den Hungernden in Afrika wäre damit im
übrigen sicher auch nicht weiter geholfen. Dem Klima ebenfalls nicht.
Letzte Regel: Begreife, dass das alles mit allem zusammenhängt und es
viele lebenswichtige Themen gibt. Also beraube dich nicht selber
deiner Möglichkeiten, in dem du Maximalforderungen ohne Rücksicht auf
Verluste durchzusetzen versuchst.

25. April 2008

Alternativen - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 04:01

> > Tatsächlich ist nämlich die ganze Sch****…
> uswusf
> Hast Du denn eine Alternative für die Scheiße???
Selbstverständlich. :) Hier findest Näheres:
http://www.gegenstandpunkt.com/gspwerb.html
Wenn du an vernünftigen Erklärungen interessiert bist, kannst du dir
z.B. ein paar Artikel aus der letzten Ausgabe reinziehen:
http://www.gegenstandpunkt.com/gs/02/4/inh024.htm
Wenn dir das zu anstrengend ist, darfst du auch gerne deine
persönliche Weltanschauung weiter pflegen.
Zwingen kann ich dich, im Gegensatz zum Staat, zu nichts und das
Denken überlasse ich dir auch selbst ;) > Ich bin der festen
> Überzeugung, daß wir damit leben müssen. Mit allen Fehlern. Und
> Rückkehr zu einen Fundamentalismus, welchem auch immer, ist keine
> Alternative… Man muß ja nicht gleich jedem selbsternannten
> Republikaner, Demokraten, Humanisten etc. treudoof folgen.
Das macht den Unterschied zwischen uns aus:
Du hast dich fest entschlossen, das bestehende System bedingungslos
zu akzeptieren und richtest daran deine Wertmassstäbe aus.
In die sortierst du dann alle Geschehnisse passend ein.
Was nich passt, wird passend gemacht.
> > Noch mal zur anderen Seite:
> > Auch wenn sie durch die Bank niedergebrüllt wird, hat sie doch
> > meistens die Sichtweise zu bieten, die näher an den tatsächlich
> > gültigen staatlichen Kalkulationen und Zwecken liegt. Und das ist das
> > Traurige.
>
> Am deutlichsten sagt die andere Seite aber: Wenn das nicht das Böse
> an sich ist, dann weiß ich auch nicht mehr … ist das näher an der
> Realität?
Mit dieser Aussage spielte ich beispielsweise auf den Tenor von
vielen postings von EoA und Co. an, der D ja sinngemäß nahe legt, es
ähnlich wie GB zu halten und den Amis in den Arsch zu kriechen um
wenigstens noch mitreden zu können.
Schröder dagegen meint, deutschen Interessen mit Widerstand besser zu
dienen.
Das sind Rechnung der Art, wie imperialistische Staaten sie
tatsächlich anstellen und daher realitätsnah.
> > Du stellst die beliebte Frage nach den Ursachen von Terrorismus.
> > Ich hätte da einen guten (und m.E. einzigen) Grund für dich:
> > ordinären Nationalismus.
>
> Damit machst Du es Dir zu einfach. Ich mach es mir mal ein ganz klein
> wenig einfach: Terroristen geht es um Aufmerksamkeit, und damit um
> Macht. Wenn Du nicht bereit bist, Nation, Staat einfach mit Macht,
> das Sagen haben, gleichzusetzen hast Du mit Deiner Argumentation ein
> Problem.
Die Figuren, die die mächtigsten Staaten der Erde lenken, leiten ihre
Macht nicht aus ihren jeweiligen großartigen Persönlichkeiten ab,
sondern von der Durchschlagskraft ihrer nationalen Waffen und ihres
Geldes.
Diese Durchschlagskraft gilt es auf Kosten der anderen zu vermehren.
Welche Art von Macht soll den bitteschön “Aufmerksamkeit” verleihen??
Meinst du die Kerle wären damit schon zufrieden das wir hier über sie
diskutieren? Lustige Vorstellung.
> > So wie zur Zeit z.B. unsere Friedensbewegten. In dem
> > Landplage-Artikel dazu geht es eben darum, dass sich die Kerle,
> > welche liebenswürdigen Gründe sie auch immer im Einzelfall haben
> > mögen, hier schlicht für deutsches Großmachtstreben
> > instrumentalisieren lassen.
>
> Yo, klar. Schröder hat nicht mal sein eigenes Kabinett im Griff …
> Selbst wenn relevante Personen nach einer deutschen Großmacht
> streben, wird dieses Streben nicht von erfolg gekrönt sein. Fischer
> mag sich viele Freunde schaffen und deutschen Interessen nutzen. Eine
> Machtbasis schafft er nicht. Wenn er es schafft, eine Allianz zu
> zimmern, dann wird diese nur durch gemeinsame Interessen
> zusammengehalten. Und diese gemeinsamen Interessen sind dünn gesäht.
> Auch Österreich war zu Metternichs Zeiten alles andere als eine
> ernstzunehmende Großmacht. Und Fischers Allianzen sind noch
> instabiler als die kuk Monarchie…
Du solltest fehlende Mittel nicht mit fehlendem Willen vergleichen.
Eine deutsche Regierung will prinzipiell das Gleiche wie eine
amerikanische, nur hat letztere eben genügend Potential um nach
Belieben staatsnützliche Kriege führen zu können, erstere nicht. Das
mach schon den ganzen Unterschied aus und ist keine Frage von Kultur,
Vernunft oder sonstigen sachfremden Erwägungen.
> > Gerne, verlegen wir sie aber in einen dann aktuellen
> > “Kriegeschauplatz” ;) >
> Wie war das noch mal mit der Aufmerksamkeit. Ein Staat ohne
> ausgeprägtes Sendungsbewußtsein macht mir keine Angst…
>
> Tom
Das “Sendungsbewusstsein” kannst du dir getrost zu jedem Staat
dazudenken, es liegt wie gesagt, an den Mitteln, ob es dann auch
praktisch zu Zuge kommt.
Exxos

23. April 2008

Aufmerksamkeit - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 09:05

Hi
> Wenn du als andere Seite Poster wie EoA, platoon-leader, Kyle Katarn
>

Originell - Das Spiel ist aus

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 07:01

spielGlaubt man den Meinungsumfragen in Osteuropa dann ist es aber genau
> > so.
>
> Ach ja? Klar, man frage “Wollen Sie Krieg”, oder besser noch “Sind
> Sie ein Kriegshetzer”, und schon hat man eine solide Grundlage,
> international in diesem Sinn aufzutreten. Wer fragt “Wollen Sie das
> deutsch-amerikanische Verhältnis ruinieren”?
>
Es ging in dem Absatz um Meinungsumfragen in Osteuropa. Und der
Bevölkerung dort dürfte das Verhältnis D-USA erstmal sonstwo
vorbeigehen…
> > Nur die herrschende Machtelite in den Ländern handelt genau
> > entgegengesetzt und scheint willig zu sein, sich gleich einem neuen
> > Schutzherrn zu unterwerfen: den USA
>
> Sicher, Unterwerfung. Dabei wissen z.B. die Balten doch, dass
> Schutzherren en masse zur Verfügung stehen. Mittel und Wille Berlins
> würde locker reichen, um sie vor großrussischem Zugriff zu bewahren,
> ach, und falls doch nicht werden sie im Namen des Weltfriedens sicher
> bereit sein, so ein Opfer zu bringen. Aber was rede ich denn?
> Natürlich ist es sowieso ausgeschlossen, dass es in Russland jemals
> so weit kommt, ist doch klar. Die Geschichte ist, wie die Deutschen
> wissen, ein gerader, ruhiger Fluß.
>
*lol* Das haben die Balten Anfang der Vierziger einmal gedacht.
Mittlerweile sind sie schlauer geworden und halten sich gleich an
einen potenter erscheinenden “Schutzherrn”.
Das verstehe ich auch unter “Kalkül”.
> > Wie hätte diese Position denn aussehen sollen?
>
> Wie die französische.
>
Hmm. Die französische Position ist etwa so: “Eigentlich stehen wir
nicht auf Krieg, Diplomatie sollte Vorrang haben; im übrigen legen
wir uns jetzt nicht fest…”
Die deutsche Position ist dagegen “Wir werden uns nicht an diesem
Krieg beteiligen, egal was die UN beschließt; im übrigen halten wir
eine diplomatische Lösung für besser”
> > Alternative: Bedingungslose Unterwerfung unter den Hegemonialanspruch
> > der USA und zusehen, daß man an die besten der Krümel kommt, die die
> > US-Regierung auf ihren Raubzügen über den Globus übrig läßt.
>
> Die Franzosen haben sich unterworfen? Wie gut, dass wenigstens die
> Wacht am Rhein nicht wankt.
>
Die Franzosen haben sich noch nicht festgelegt. Die wollten
sicherlich in diplomatischen Hintergrundgesprächen mit der
US-Regierung ausloten, was da für Frankreich rauszuholen ist.
Allerdings scheint die US-Regierung nicht sonderlich erpicht auf
solche Geheimdiplomatie zu sein. Wie schon geschrieben:
“Bedingungslos für uns oder gegen uns” ist da die Devise.
> > Im Verhältnis USA - D offenbart sich allerdings, daß die von Dir
> > beschworene “Westbindung” letztlich nur auf sklavische Unterwerfung
> > des deutschen Volkes beruht und nicht auf gleichberechtigtes
> > Miteinander.
>
> Das Sklavendasein unseres Volkes unter amerikanischer Knute muß also
> beendet werden. Gleichberechtigung muß also her, immerhin übernehmen
> wir ja auch bereitwillig nicht die gleichen Pflichten.
>
Tun wir nicht? Welche Pflichten meinst Du denn jetzt genau? Womöglich
“Die Bürde des weißen Mannes”, also der Welt Zivilisation, Frieden
und Gerechtigkeit zu bringen *lol* ?
> > Ansonsten hätte die politische Linie in Sachen Irak
> > (keine aktive deutsche Beteiligung am Irak-Raubzug, allerdings auch
> > keine aktive Behinderung und Blockade der US-Politik) jenseits des
> > Atlantiks keinen so großen Ärger verursacht.
>
> Das –> unverhandelbare <-- Schrdersche 'Nein' _ist_ aktive
> Behinderung amerikanischer Politik, überhaupt aller Politik.
Das “unverhandelbare Nein” bezieht sich auf die Beteiligung
Deutschlands am Krieg. Aktiven Widerstand gegen die Kriegspläne der
USA gibt es nicht (Schröder ist ja nicht lebensmüde ;-) Also:
Behinderung? Wo? D gibt allerhöchstens ein (für die Interessen der
USA) schlechtes Beipiel ab und die US-Regierung fürchtet einen
späteren Nachahmereffekt bei anderen Vasallen. Deshalb die
Verärgerung in Washington.

0.676 sekunden     css